CDU kämpft weiter für den Erhalt des Heilig-Geist-Hospitals

1. Mai 2020

„Für die CDU-Bingen gehört der Erhalt des Heilig-Geist-Hospitals und der Erhalt der Bereitschaftspraxis der Ärzteschaft am Standort Bingen untrennbar zusammen,“ so der Parteivorsitzende Stefan Bastiné.

Oberbürgermeister Thomas Feser (CDU) hatte sich bereits vergangene Woche schriftlich bei Bundesgesundheitsminister Spahn für eine bessere finanzielle Ausstattung der Coronaschwerpunktkrankenhäuser eingesetzt.

„Es kann und darf nicht sein, dass die aktuelle Krise missbraucht wird, um die Krankenhauslandschaft im Nachgang auszudünnen. Diejenigen, die die Last der Pandemie getragen haben, dürfen nicht die Leidtragenden sind,“ betont der Fraktionsvorsitzende Michael Stein.

Bastiné und Stein weisen darauf hin, dass es zu kurz gedacht ist, wenn der aktuelle Umstand allein der Marienhaus GmbH zugeschrieben würde. Schließlich sind es die seitens des Bundes zu knapp kalkulierten Ausgleichszahlungen an die Coronaschwerpunktkrankenhäuser, die somit auch unserem Binger Krankenhaus die wirtschaftliche Grundlage entziehen. Die Marienhaus GmbH hat ein großes Interesse an einem Weiterbetrieb. Insofern, betonen beide, ziehen für den Fortbestand des Krankenhauses die Verwaltungsspitze der Stadt Bingen, die CDU Bingen und die Marienhaus- GmbH an einem Strang.

Bereitschaftspraxis ist wichtige Anlaufstelle

Die Kassenärztliche Vereinigung nutzt aktuell die Krisenlage zur Schließung einiger Standorte im Landkreis. Direkt betroffen wären Bingen und Ingelheim. Nach Überzeugung von Bastiné und Stein sind beide Standorte erhaltenswert. Die Schließung würde nicht nur das Grundrecht auf eine medizinische Grundversorgung massiv beschneiden, auch die Notfallversorgung der Patientinnen und Patienten im Landkreis wäre so in Gefahr. Der Standort Bingen ist gerade für die Stand Bingen, die VG Rhein-Nahe, die VG-Sprendlingen-Gensingen und Teile der VG-Gau-Algesheim eine wichtige medizinische Anlaufstelle. „Nicht nur aufgrund einer zunehmend älter werdenden Gesellschaft ist es nicht akzeptabel, wenn die Entfernungen zu Bereitschaftspraxen vergrößert werden,“ so beide CDU-Politiker abschließend.